Neue Hard 12
8005 Zürich

Was bisher 


geschah



Als im Januar 2019 die Ausschreibung der Raumbörse  https://www.raumboerse-zh.ch ür einen ‘Kulturraum’ in der ehemaligen Zentralwäscherei herauskam, ging ein Raunen durch die Limmatstadt. Unterschiedliche Menschen und Kollektive hatten Lust sich zu bewerben. Doch anstatt in gegenseitige Konkurrenz zu treten, wurde die Chance ergriffen, sich zusammenzutun und einen gemeinsam verwalteten Veranstaltungsraum zu gründen.

Die Idee stiess auf grosse Begeisterung in verschiedenen Netzwerken und schon bald waren über 50 Kollektive aus unterschiedlichen Bereichen (Musik, Urbanistik, Theater, Kunst, Zwischennutzungen, …) am Start. In 8 Plenumstreffen schrieben wir unsere Bewerbung (LINK hier zum Nachlesen) und gründeten am 26.3.2019 einen Verein, um die Bewerbung unter einem gemeinsamem Namen einzureichen.

Nach einigen Wochen warten, bibbern, werweissen, erhielten wir am 5.7.2019 von der Raumbörse die Zusage. Die Freude war riesig!

Ab da ging’s dann erst richtig los.

EIN PAAR ECKPUNKTE:

Seither hatten wir 7 mehrstündige Vollversammlungen (feurige Diskussionen und rauchende Köpfe inbegriffen), 37 dokumentierte Arbeitsgruppen-Treffen (geschätzt ist die tatsächliche Zahl doppelt so hoch), 10 Sitzungen mit der Raumbörse, zahlreiche informelle Treffen… und engagieren uns damit mittlerweile seit 1.5 Jahren intensiv dafür, die Zwischennutzung vorzubereiten (Stand Mai 2020).

Wir haben Organisations-Strukturen diskutiert und entwickelt, interne Kommunikations-Kultur aufgebaut und gelebt, uns mit Betriebskonzepten von ähnlichen Projekten auseinandergesetzt (danke ans Royal Baden  https://royalbaden.ch/, Neubad Luzern  https://neubad.org/, Rote Fabrik https://rotefabrik.ch/#/, Provitreff https://www.provitreff.ch/ für eure Tipps!) und vor allem: den grossen Umbau vorbereitet, der schliesslich auch für eine sechsjährige Zwischennutzung bis in die Details vorschriftskonform passieren muss.

Mit dem baubüro in situ https://www.insitu.ch haben wir verständnisvolle (und geduldige ;) ) Architekt*innen gefunden, die mit uns am 30. Januar 2020 eine Baueingabe gemacht haben. Wir planen eine modulare Halle, einen Raum für Musikveranstaltungen und ein gemütliches Bistro/Bar für das Areal!

Schon fast standen wir mit Bohrer und Spachtel parat, rochen frischen Holzstaub, doch dann kam Corona. Nun ist die ursprünglich geplante Eröffnung im Herbst 2020 auf unbestimmt verschoben. Also nutzen wir die Zeit um uns vorzubereiten und weiter zu vernetzen. 

Voraussichtlich im Herbst entscheidet schliesslich der Gemeinderat über die Freigabe von 0.5 Mio Investitionskosten. Diese Finanzierung braucht es, um diesen Raum so eröffnen zu können wie er angedacht ist und um beim Umbau alle Auflagen der Stadt zu erfüllen.  

Liebe Gemeinderätinnen und Gemeinderäte,

wir glauben fest daran, dass ihr uns alle unterstützen werdet  – unabhängig von eurer politischen Couleur. Weil ihr wisst, wie gross der ökonomische und räumliche Druck auf junge Menschen und Projekte in dieser Stadt ist, oder weil ihr wisst, dass Innovation Räume für Experimente braucht, oder weil ihr wisst, dass eine lebendige und lebenswerte Stadt auf ein vielfältiges Kulturangebot angewiesen ist, oder schlichtweg weil ihr wisst, wie viele unterschiedlichen Menschen und Gruppen hinter diesem Projekt stecken und sich darauf freuen.



Waschbetrieb alte Zentralwäscherei (ETH Bildarchiv)